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Propolis – weit mehr als Bienenharz
Was Forschung über Propolis, Bienenstockluft und seine Nutzung zeigt
Wenn wir an Propolis denken, denken viele zunächst an Tropfen, Salben oder den charakteristischen harzigen Geruch. Für die Bienen selbst hat Propolis jedoch eine ganz andere Bedeutung.
Sie sammeln Harze aus ihrer Umgebung, bringen sie in den Bienenstock und verarbeiten sie dort weiter. Mit dem entstandenen Propolis verschließen sie kleine Öffnungen und Ritzen und überziehen Teile ihrer Bienenstockumgebung mit einer dünnen Harzschicht.
Was zunächst wie ein einfaches Baumaterial aussieht, erweist sich bei genauerem Hinsehen als ausgesprochen komplex.
In Propolis wurden inzwischen Hunderte unterschiedliche chemische Verbindungen beschrieben. Seine Zusammensetzung verändert sich abhängig von Pflanzenwelt, Region und weiteren Umweltbedingungen. Und auch für die Bienenstockluft ist Propolis interessant: Untersuchungen der TU Dresden zeigten, dass die in der Stockluft identifizierten flüchtigen Verbindungen überwiegend aus Propolis und Bienenwachs stammten.
Was also steckt hinter diesem besonderen Bienenprodukt? Welche Aufgabe erfüllt es im Bienenvolk? Was wissen wir tatsächlich über seine Bedeutung für den Menschen? Und welche Rolle kann Propolis spielen, wenn sich die Bienenstockluft-Saison langsam dem Ende nähert?
Was ist Propolis eigentlich?
Wussten Sie schon?
Forschung aus Großbritannien
Untersuchungen aus Großbritannien zeigen, dass sich die Zusammensetzung von Propolis je nach Herkunft unterscheiden kann. Forschende um Saleh, Zhang, Fearnley und Watson verglichen neun Propolisproben aus verschiedenen Regionen des Vereinigten Königreichs mithilfe hochauflösender Flüssigchromatographie und Massenspektrometrie. Dabei zeigten sich bei verschiedenen Bestandteilen Unterschiede in ihrer relativen Häufigkeit.
Die Umgebung des Bienenvolkes hinterlässt einen chemischen Fingerabdruck im Propolis.
Propolis-Forschung rund um die Welt
Türkei:
61 flüchtige Verbindungen in acht Regionen
Eine 2024 veröffentlichte türkische Untersuchung analysierte Propolisproben aus acht türkischen Regionen.
Insgesamt identifizierten die Forscher 61 flüchtige Verbindungen. In den einzelnen Proben wurden zwischen 29 und 41 gefunden.
Die größte Gruppe bildeten Terpene. Zu den häufig nachgewiesenen Stoffen gehörten unter anderem α-Pinen, β-Pinen, 3-Caren und Limonen.
Gleichzeitig unterschieden sich die untersuchten Propolisproben deutlich voneinander.
Das zeigt sehr anschaulich: Selbst innerhalb eines Landes kann Propolis kein vollkommen einheitliches Naturprodukt sein.
Großbritannien:
Citizen Science untersucht regionales Propolis
Auch in Großbritannien wird aktuell intensiv an Propolis gearbeitet.
An der Lancaster University untersucht ein Citizen-Science-Projekt Propolisproben aus verschiedenen Regionen des Vereinigten Königreichs. Dabei geht es nicht nur um die Zusammensetzung, sondern auch um physikalische und mechanische Eigenschaften und darum, welchen Einfluss unter anderem Temperatur und Feuchtigkeit haben. Bereits erste Untersuchungen zeigten Unterschiede in den Materialeigenschaften von Propolisproben verschiedener Bienenstöcke.
2026 wurde außerdem ein Datensatz zu Materialeigenschaften von Propolisharz und -wachs aus unterschiedlichen britischen Standorten veröffentlicht.
Das ist ein interessanter Forschungsansatz, weil Propolis hier einmal nicht primär aus medizinischer, sondern aus materialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet wird.
China:
Von der chemischen Forschung zur Untersuchung am Menschen
China ist wiederum interessant, weil dort nicht nur die Zusammensetzung von Propolis untersucht wird, sondern auch klinische Studien durchgeführt wurden.
Eine chinesische Untersuchung mit Menschen mit Typ-2-Diabetes verglich über 18 Wochen eine Gruppe, die täglich 900 mg chinesisches Propolis erhielt, mit einer Kontrollgruppe.
Dabei wurden Veränderungen bei verschiedenen antioxidativen Parametern festgestellt. Bei Blutzucker, HbA1c und Insulin fanden die Forscher dagegen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.
Gerade dieses Ergebnis zeigt, warum wir bei Propolis genau hinsehen müssen.
Eine interessante Laborwirkung oder Veränderung einzelner Biomarker ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer nachgewiesenen medizinischen Wirkung.
Deutschland:
Der Blick geht in die Bienenstockluft
Und genau hier wird es für unser Thema besonders interessant.
An der TU Dresden untersuchte die Arbeitsgruppe um Prof. Karl Speer die chemische Zusammensetzung von Bienenstockluft.
Das führt uns zu einer entscheidenden Frage:
Was hat Propolis eigentlich mit Bienenstockluft zu tun?
Von Propolis zur Bienenstockluft
2018 berichtete die TU Dresden über Untersuchungen, bei denen Luftproben direkt aus Bienenstöcken analysiert wurden.
Die Herausforderung war erheblich: Die betreffenden Substanzen kommen in der Stockluft nur in sehr geringen Konzentrationen vor.
Die Verbindungen in der untersuchten Bienenstockluft stammten überwiegend aus Propolis und Bienenwachs. Noch interessanter war die Frage:
Woher stammen diese Verbindungen?
Dazu verglichen die Wissenschaftler die Stockluft mit verschiedenen Materialien aus dem Bienenstock.
FORSCHUNGSERGEBNIS – TU DRESDEN:
Die Verbindungen in der untersuchten Bienenstockluft stammten überwiegend aus Propolis und Bienenwachs.
Der eingelagerte Honig lieferte dagegen nur einen geringen Beitrag zur Stockluft.
Das ist ein wichtiger Zusammenhang.
Propolis befindet sich also nicht nur sichtbar an verschiedenen Stellen innerhalb des Bienenstocks. Bestandteile aus Propolis tragen damit wesentlich zum chemischen Profil der untersuchten Bienenstockluft bei.
Propolis und die natürliche Schutzstrategie eines Bienenvolkes
Für das Bienenvolk selbst hat Propolis noch eine weitere interessante Bedeutung.
Honigbienen leben als soziale Insekten mit Tausenden Individuen auf engem Raum. Neben der Immunabwehr der einzelnen Biene existieren deshalb Verhaltensweisen, die dem gesamten Volk zugutekommen.
Die Forschung bezeichnet solche gemeinschaftlichen Schutzmechanismen als:
Soziale Immunität
Einer dieser Mechanismen ist das Sammeln und Einlagern antimikrobieller Pflanzenharze.
Eine viel zitierte Untersuchung von Borba und Kollegen beobachtete Bienenvölker mit und ohne eine natürlich angelegte Propolis-Hülle über den Jahresverlauf.
Bei den Bienen aus Völkern mit Propolis-Hülle war während Sommer und Herbst die Grundaktivität bestimmter Immungene geringer und gleichmäßiger.
Interessanterweise fanden die Wissenschaftler gleichzeitig keine Unterschiede bei den untersuchten Bakterien-, Pathogen- und Parasitenbelastungen zwischen den Gruppen. Die Autoren diskutierten deshalb, dass die Propolis-Hülle möglicherweise den Aufwand für bestimmte individuelle Immunreaktionen reduziert.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie differenziert Forschungsergebnisse betrachtet werden müssen.
Propolis ist Teil der natürlichen Bienenstockumgebung und der kollektiven Abwehrstrategie des Bienenvolkes. Daraus lässt sich aber nicht automatisch eine bestimmte Wirkung beim Menschen ableiten.
Warum ist Propolis für Menschen interessant?
Propolis wird schon lange vom Menschen genutzt. Wissenschaftlich interessant ist es vor allem wegen seiner ausgesprochen komplexen chemischen Zusammensetzung.
Viele Untersuchungen beschäftigen sich mit antioxidativen, antimikrobiellen und entzündungsbezogenen Eigenschaften verschiedener Propolisextrakte und einzelner Inhaltsstoffe.
Aber hier ist eine Unterscheidung entscheidend:
Laboruntersuchung ≠ Humanstudie ≠ medizinischer Wirknachweis
Ergebnisse aus unterschiedlichen Forschungsarten lassen sich nicht automatisch aufeinander übertragen.
Inzwischen existieren durchaus klinische Studien am Menschen.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse fasste randomisierte kontrollierte Studien zur Einnahme von Propolis und zu verschiedenen Markern für oxidativen Stress und Entzündung zusammen. Die Ergebnisse zeigten bei einigen untersuchten Biomarkern Veränderungen. Gleichzeitig unterschieden sich die Studien deutlich hinsichtlich Propolisart, Dosierung, Dauer und Teilnehmergruppen.
Auch zu Anwendungen von Propolis im Mund- und Zahnbereich existieren zahlreiche Untersuchungen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fand 53 klinische Humanstudien innerhalb der ausgewerteten Literatur zu unterschiedlichen dentalen Anwendungen von Propolis. Die Autoren bewerteten einige Ergebnisse als vielversprechend, betonten jedoch gleichzeitig methodische Schwächen vieler Studien und den Bedarf an besser standardisierten Untersuchungen.
Das ist aus meiner Sicht die sachlich richtige Einordnung:
Propolis ist wissenschaftlich ausgesprochen interessant und wird international intensiv untersucht. Die Ergebnisse verschiedener Propolisarten, Extrakte und Anwendungsformen dürfen jedoch nicht einfach miteinander gleichgesetzt werden.
Propolis kann auf ganz unterschiedliche Weise genutzt werden
Wer von einer „Propolis-Anwendung“ spricht, kann damit sehr unterschiedliche Dinge meinen.
Propolis findet sich beispielsweise in:
- alkoholischen oder wässrigen Extrakten,
- Tropfen und Sprays,
- Kapseln und anderen oralen Produkten,
- Mundspülungen und Zahnpflegeprodukten,
- Gelen, Cremes und Salben,
- sowie Produkten, bei denen flüchtige Bestandteile von Propolis durch Erwärmung freigesetzt werden.
Gerade für die Bewertung wissenschaftlicher Untersuchungen ist diese Unterscheidung wichtig. Klinische Forschung existiert beispielsweise zu Mundspülungen, Sprays, topischen Präparaten und oral eingenommenem Propolis.
Wichtig
Eine Studie über eine Propolis-Kapsel belegt keine Wirkung eines Propolis-Sprays.
Eine Untersuchung eines Propolisextraktes belegt keine Wirkung von Bienenstockluft.
Und:
Eine Studie über Bienenstockluft belegt keine medizinische Wirkung eines Propolis-Trockenverdampfers.
Propolis verbindet diese Anwendungen als Ausgangsmaterial – wissenschaftlich betrachtet bleiben es jedoch unterschiedliche Expositions- und Anwendungsformen.
Was bedeutet das für die Bienenstockluft?
Auch hier sollten zwei Dinge nicht miteinander verwechselt werden.
Bienenstockluft ist kein verdampftes Propolis.
Sie entsteht in der komplexen Umgebung eines lebenden Bienenvolkes. Neben Propolis und Wachs spielen dort zahlreiche biologische und physikalische Faktoren zusammen.
Beim beecura® SYSTEM wird diese natürliche Stockluft über ein geschlossenes technisches System aus der Bienenbeute zur Atemmaske geführt.
Die Untersuchungen der TU Dresden helfen uns jedoch besser zu verstehen, woher die in der untersuchten Stockluft nachgewiesenen Verbindungen überwiegend stammen: aus Propolis und Bienenwachs.
Damit entsteht eine interessante Verbindung zwischen den beiden Themen – ohne sie gleichzusetzen.
Wenn die Bienenstockluft-Saison zu Ende geht
Der Spätsommer ist für viele Bienenstockluft-Stationen eine Übergangszeit.
Propolis ist nicht grundsätzlich an die aktive Bienenstockluft-Saison gebunden. Mit sinkenden Temperaturen und dem Ende der Tracht verändert sich deshalb auch der Betrieb einer Bienenstockluft-Station.
Für Betreiber beginnt die Vorbereitung auf das Saisonende.
Best Practice zum Saisonende
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt,
- die letzten Anwendungen abhängig von Wetter und Trachtsituation zu planen,
- Zubehör und Verbrauchsteile zu kontrollieren,
- die Dokumentation der Saison abzuschließen,
- das System entsprechend den Herstellerangaben vorzubereiten und
- anschließend den Bedürfnissen der Bienenvölker für Herbst und Winter Vorrang zu geben.
Die Untersuchungen der TU Dresden helfen uns jedoch besser zu verstehen, woher die in der untersuchten Stockluft nachgewiesenen Verbindungen überwiegend stammen: aus Propolis und Bienenwachs.
Damit entsteht eine interessante Verbindung zwischen den beiden Themen – ohne sie gleichzusetzen.
Warum wird Propolis jetzt als Thema besonders interessant?
Nicht weil Propolis im Winter plötzlich ein anderer Stoff wäre.
Und auch nicht, weil wir behaupten könnten, seine gesundheitlichen Eigenschaften seien im Winter stärker.
Der Zusammenhang ist wesentlich einfacher:
Propolis ist nicht grundsätzlich an die aktive Bienenstockluft-Saison gebunden.
Während eine Bienenstockluft-Anwendung ein aktives Bienenvolk und geeignete Bedingungen voraussetzt, können bestimmte verarbeitete Propolisprodukte unabhängig von der laufenden Bienensaison verwendet werden.
Damit wird Propolis zu einer natürlichen thematischen Brücke zwischen Sommer und Winter.
Und eine dieser Nutzungsformen ist die Trockenverdampfung von Propolis.
Was bedeutet Propolis-Trockenverdampfung?
Das Grundprinzip ist einfach:
Propolis enthält neben seinen nichtflüchtigen Bestandteilen auch flüchtige Verbindungen.
Bei einem dafür vorgesehenen Verdampfungssystem wird Propolis kontrolliert erwärmt, sodass flüchtige Bestandteile freigesetzt und an die Raumluft abgegeben werden.
Das ist etwas anderes als Bienenstockluft.
PROPOBLISS – Propolis unabhängig vom Bienenvolk
Genau hier setzt das beecura® PROPOBLISS an.
Anders als bei der Bienenstockluft wird keine Luft aus einem aktiven Bienenvolk entnommen.
Stattdessen wird ein dafür vorgesehener Propolis-Träger im Gerät kontrolliert bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen erwärmt. Der beecura® PROPOBLISS arbeitet dabei mit drei wählbaren Temperaturbereichen von 40–60 °C, 50–70 °C und 60–80 °C.
Dass flüchtige Bestandteile von Propolis bereits bei Temperaturen innerhalb dieses Bereichs in den Gasraum übergehen und analytisch erfasst werden können, zeigen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen. So wurden flüchtige Propolisbestandteile unter anderem nach Erwärmung bei 40 °C sowie bei 60 °C mittels Headspace-Verfahren und Gaschromatographie-Massenspektrometrie untersucht.
Wichtig dabei: Diese Untersuchungen wurden mit Propolisproben im Labor durchgeführt und untersuchten nicht den beecura® PROPOBLISS selbst. Sie zeigen jedoch, dass flüchtige Bestandteile von Propolis bereits bei moderater Erwärmung in der Gasphase analytisch nachweisbar sind.
Wichtig: beecura® PROPOBLISS und das beecura® SYSTEM sind zwei unterschiedliche Systeme und sollten auch fachlich nicht miteinander gleichgesetzt werden.
Was wir heute über Propolis wissen – und was noch offen ist
Je genauer man sich mit Propolis beschäftigt, desto deutlicher wird, wie komplex dieses Naturprodukt tatsächlich ist.
Wir wissen heute, dass seine Zusammensetzung stark von botanischer und geografischer Herkunft beeinflusst wird. In unterschiedlichen Propolisproben wurden Hunderte chemische Verbindungen beschrieben. Türkische Untersuchungen zeigen deutliche Unterschiede selbst zwischen verschiedenen Regionen eines Landes, während britische Forscher aktuell regionale und physikalische Eigenschaften von Propolis systematisch untersuchen.
Wir wissen auch mehr darüber, welche Bedeutung Propolis für die Bienen selbst hat. Es ist Baumaterial, Bestandteil ihrer Bienenstockumgebung und Teil der gemeinschaftlichen Schutzmechanismen eines Bienenvolkes.
Und durch die Untersuchungen der TU Dresden wissen wir, dass Propolis auch für das Verständnis der Bienenstockluft eine wichtige Rolle spielt: Die dort identifizierten flüchtigen Verbindungen stammten überwiegend aus Propolis und Bienenwachs.
Beim Menschen ist das Forschungsbild differenzierter. Es gibt Laboruntersuchungen, klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zu unterschiedlichen Propolisprodukten und Anwendungen. Einige Ergebnisse sind interessant und vielversprechend, gleichzeitig bestehen große Unterschiede bei Herkunft, Zusammensetzung, Dosierung und Anwendungsform.
Genau deshalb sollten wir Propolis weder unterschätzen noch mehr versprechen, als die Forschung tatsächlich belegt.
Vielleicht ist gerade das das Faszinierende daran:
Ein Stoff, den die Bienen aus pflanzlichen Ausgangsstoffen ihrer unmittelbaren Umgebung herstellen, wird Teil ihres Bienenstocks, ihrer gemeinschaftlichen Schutzstrategie – und trägt sogar zum chemischen Profil der Luft im Bienenstock bei.
Und während sich die Bienenstockluft-Saison langsam dem Ende nähert, begleitet uns Propolis weiter in die Herbst- und Wintermonate.
Hinweis
Dieser Fachbeitrag dient der allgemeinen Information und Wissensvermittlung zu Bienenstockluft und Propolis. Die dargestellten Forschungsergebnisse beziehen sich auf die jeweils zitierten Untersuchungen und dürfen nicht ohne Weiteres auf einzelne Produkte oder Anwendungsformen übertragen werden. Die Inhalte stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
Über die Autorin
Beate McKenzie begleitet beecura® seit vielen Jahren in den Bereichen internationale Kundenbetreuung, Marketing und Wissensvermittlung. Als Tochter des beecura®-Entwicklers Jürgen Schmiedgen verfügt sie über langjährige praktische Erfahrung mit dem beecura® SYSTEM und beschäftigt sich intensiv mit der internationalen Forschung rund um Bienenstockluft, Propolis und Apitherapie.
Der Fachbeitrag basiert auf wissenschaftlicher Literatur sowie langjährigem Produkt- und Praxiswissen rund um das beecura® SYSTEM.
Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Literatur
UK-Kompositionsstudie
Saleh K., Zhang T., Fearnley J., Watson D.G. (2015): A Comparison of the Constituents of Propolis from Different Regions of the United Kingdom by Liquid Chromatography-High Resolution Mass Spectrometry Using a Metabolomics Approach. Current Metabolomics, 3(1), 42–53. DOI: 10.2174/2213235X03666150328000505
Originalstudie bei Bentham Science
Bienenstockluft / Deutschland
Technische Universität Dresden (2018): „Gesunde Luft im Bienenstock? Chemiker der TU Dresden untersuchen die chemische Grundlage der Bienenstocklufttherapie“, veröffentlicht am 02.05.2018.
TU Dresden – Untersuchung der Bienenstockluft
Propolis und Bienengesundheit
Borba RS, Klyczek KK, Mogen KL, Spivak M. (2015). Seasonal benefits of a natural propolis envelope to honey bee immunity and colony health. Journal of Experimental Biology, 218, 3689–3699. DOI: 10.1242/jeb.127324.
Studie bei PubMed
Türkei / flüchtige Verbindungen
Yavaş, B. & Baştürk, A. (2024): Identification of volatile compounds and evaluation of certain phytochemical properties of Turkish propolis. Food Science & Nutrition, 12, 7814–7828.
Türkische Propolis-Studie
Großbritannien
Roberts, J. (2026): The variation in material properties of propolis resin and propolis wax from different locations in the United Kingdom. Lancaster University / Zenodo.
Lancaster University – UK Propolis Research
China / Humanstudie
Gao W. et al. (2018): Serum Antioxidant Parameters are Significantly Increased in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus after Consumption of Chinese Propolis. Diabetes Therapy, 9, 101–111.
Chinesische Humanstudie
Humanforschung allgemein
Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien zu Propolis und Markern von oxidativem Stress und Entzündung.
Systematic Review und Meta-Analyse
Propolis-Anwendungen / Humanstudien
Aktuelle Review zu Propolis in der Zahnmedizin mit Labor-, Tier- und klinischen Humanstudien; die Autoren weisen zugleich auf methodische Einschränkungen und die Notwendigkeit besser standardisierter Forschung hin.
Review zu Propolis-Anwendungen
Zusammensetzung und Standardisierung
Aktuelle Review zur chemischen Profilierung und internationalen Standardisierung von Propolis. Besonders relevant für die geografische und botanische Variabilität und die kritische Bewertung pauschaler Angaben zur Zusammensetzung.
Review zur Propolis-Standardisierung
Flüchtige Bestandteile von Propolis bei 60 °C
Ding Q., Hassan M., Xu S., et al. (2021): Chinese Propolis: Ultrasound-assisted enhanced ethanolic extraction, volatile components analysis, antioxidant and antibacterial activity comparison. Food Science & Nutrition, 9, 2779–2794. Die Propolisproben wurden für die HS-SPME-Analyse bei 60 °C für 10 Minuten temperiert; anschließend wurden die flüchtigen Bestandteile mittels GC-MS untersucht. Insgesamt wurden in den chinesischen Propolisproben 150 Verbindungen nachgewiesen.
Volltext der Studie – PubMed Central
Originalpublikation bei Wiley
Flüchtige Bestandteile von Propolis bei 40 °C
Eine brasilianische Untersuchung charakterisierte Propolisproben ebenfalls mittels Headspace-GC-MS. Für die Headspace-Extraktion wurden die zerkleinerten Propolisproben zwei Stunden bei 40 °C gehalten und die flüchtigen Bestandteile anschließend mittels GC-MS analysiert.
Volltext der brasilianischen Studie – PubMed Central


